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Foto einer Fotoaufnahme / Фото с фотосессии / Photo d'une séance photo / Photo of a photo shoot

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posted by alias photosucher, DDR on Thursday 13th of September 2018 12:12:01 PM

London hat eine Operation unter falscher Flagge im syrischen Idlib begonnen - im Auftrag der USA (von Thierry Meyssan und Andre Damon, aus www.voltairenet.org/article202913.html und www.wsws.org/de/articles/2018/09/13/pers-s13.html) 12.09.2018: Laut dem russischen Verteidigungsministerium wird gerade "eine erfundene Provokation in der Stadt Jisr al-Shughour gefilmt, um vorzutäuschen, dass die syrische Armee chemische Waffen gegen Zivilisten eingesetzt hat." Radikale haben zwei Behälter einer toxischen Chlor-Substanz nach Jisr al-Shughour transportiert, um die Darstellung des Angriffs "realistischer" zu machen. Film-Mannschaften von mehreren Fernsehsendern des Nahen Ostens und der regionalen Vertretung eines großen US-Fernsehsenders sind am Morgen des 11. September 2018 vor Ort angekommen, um dort Videos zu machen. Der britische Geheimdienst (MI6) hat geplant, einen chemischen Angriff unter falscher Flagge in Idlib zu organisieren, und ihn dann der Arabischen Republik Syrien (als "Regime" benannt) zuzuschreiben um damit einen westlichen Angriff auf Syrien zu rechtfertigen. Deutschland, die Vereinigten Staaten, Frankreich und das Vereinigte Königreich wären daran beteiligt. Heute, 17 Jahre nach dem 11. September 2001, bereitet Washington erneut einen großen Krieg zum Schutz von Terroristen vor, welche mit jener Organisation im Bündnis stehen, die der Durchführung des Angriffs auf das World Trade Center beschuldigt wird. Die USA entlarven sich dadurch selbst. Die Vereinigten Staaten stehen vor dem Abgrund einer Offensive, die zu einem offenen Krieg mit einer atomar bewaffneten Macht führen könnte. Derweil hat sich das gesamte politische Establishment der USA für eine militärische Eskalation ausgesprochen. Dazu gehört auch der bürgerliche, pseudo-linke Dunstkreis der Demokratischen Partei. Dieser besteht aus Organisationen wie der International Socialist Organization, die immer wieder ein aggressiveres Vorgehen der USA beim Regimewechsel in Syrien gefordert hat. Von keiner Fraktion dieses abgehalfterten und reaktionären politischen Establishments wird eine Bewegung gegen den Krieg ausgehen. Sie muss und wird vielmehr aus der Arbeiterklasse kommen. Überall in den Vereinigten Staaten und auf der Welt haben Arbeiter eine Reihe von erbitterten Klassenkämpfen geführt – von den Lehrern im Bundesstaat Washington über UPS-Arbeiter im ganzen Land bis hin zu den Beschäftigten der Fluggesellschaften in Europa. Bei der Mobilisierung für diese Auseinandersetzungen müssen Arbeiter den Kampf gegen den Krieg als zentralen Bestandteil des Kampfes für eine sozialistische Zukunft aufnehmen. ----------------------------------------------- Obwohl die russische Regierung mehrfach erklärt hat, dass ein Chemiewaffeneinsatz in Idlib inszeniert werden soll, um einen Krieg von Nato-Staaten gegen Syrien rechtfertigen zu können, ist nun auch das deutsche Verteidigungsministerium auf den Zug der Lüge aufgesprungen. Es begann mit einer Lüge … und das Lügen wurde zum Prinzip (von Karl-Jürgen Müller in de.sputniknews.com/kommentare/20180911322284184-syrien-fa...) Nach der Lektüre der «Bild-Zeitung» vom 10. September 2018 müssen alle Alarmglocken läuten. Das deutsche Verteidigungsministerium erwägt, im Falle des Einsatzes von Chemiewaffen – der schon vorab der syrischen Regierung zur Last gelegt wird – an der Seite der USA, Großbritanniens und Frankreichs einen offenen Krieg gegen Syrien vom Zaun zu brechen – und damit möglicherweise auch direkt gegen Russland. Keine Rede davon, dass ein solcher Chemiewaffeneinsatz tatsächlich inszeniert sein könnte. Wir erinnern uns an den Film des Westdeutschen Rundfunks (WDR) aus dem Jahr 2001, «Es begann mit einer Lüge». In diesem Film wird gezeigt, wie die deutsche Öffentlichkeit mit krassen Lügen für die deutsche Beteiligung am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Nato gegen die Bundesrepublik Jugoslawien ab März 1999 manipuliert werden sollte. Das ist fast 20 Jahre her. Soll nun eine neue Lüge für einen neuen Krieg herhalten? Aber dieses Mal soll es nicht gegen einen Staat gehen, der sich wie 1999 kaum gegen die pausenlosen Luftangriffe wehren konnte, sondern gegen die Regierung Syriens, die in den vergangenen 3 Jahren das Blatt des Krieges im Land gewendet hat, obwohl auch schon bislang verschiedene Nato-Staaten die Feinde der Regierung massiv protegiert haben. Russland hat mit zu dieser Wende beigetragen. Erwartet man wirklich, dass Russland nun einfach klein beigibt, nur weil sich nach den USA, Großbritannien und Frankreich auch das deutsche Verteidigungsministerium kriegsbereit zeigt? Oder was sonst erwartet das deutsche Verteidigungsministerium? Hat die Hörigkeit gegenüber der US-amerikanischen Kriegspartei derart paranoide Züge angenommen, dass man nun willig in einen neuen Krieg einsteigt, dessen Folgen unabsehbar sind? Was das deutsche Verteidigungsministerium treibt, ist mehr als politischer Poker. Es ist gezielte Kriegspropaganda und Vorbereitung auf den Kriegseinsatz. Hier gibt es Kräfte, die wirklich den Krieg wollen. Um das Blatt in Syrien doch noch zu wenden, um Russland zu schwächen … und um gegebenenfalls auch gegen Russland selbst Krieg zu führen? Die deutschen Überlegungen haben keinerlei Rechtsgrundlage. Die UNO-Charta verbietet ein Vorgehen wie das von den USA, Großbritannien und Frankreich angedrohte. Das ist eindeutig. Und das gilt noch mehr für Deutschland, dessen Verfassung schon die Vorbereitung eines Angriffskrieges unter Strafe stellt und das Land auf das Völkerrecht verpflichtet. Aber auch sonst gibt es keine Rechtfertigung. Die Staaten, die jetzt offen mit Krieg gegen Syrien drohen, haben ganz wesentlich mit dazu beigetragen, dass es überhaupt einen Krieg im Land gibt. Die offiziellen Tränen über das menschliche Leiden sind widerlich verlogen. Hätte man nicht ständig gezündelt und zur Eskalation beigetragen, müssten die heutigen Schlachten nicht geschlagen werden. Die Nato hat auch in Syrien in jeder Hinsicht moralisch und politisch abgewirtschaftet. Die Verantwortlichen sollten Reue zeigen und Verantwortung für ihre Schandtaten übernehmen. Aber sie wollen lieber weiter Krieg führen. Angela Merkel hatte noch im April 2018 erklärt, es werde keine Beteiligung Deutschlands an Kampfhandlungen in Syrien geben. (Sie hat uns angelogen, wie so oft.) Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles erklärte, ihre Partei stehe auch heute noch gegen eine direkte deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien. Wie lange gilt das noch? Und warum stoppt die SPD nicht die schon lange währende Kriegspolitik der deutschen Regierung – in Syrien und anderswo? Wie werden die deutschen Bürger reagieren? Werden sie sich belügen lassen? Werden sie den Kopf in den Sand stecken? Oder werden sie versuchen, der wahnsinnigen Politik ihrer Regierung Einhalt zu gebieten? Wie lange ist noch Zeit dafür? ---------------------------------------------- Washington in Not: Der vom Westen geplante Fake-Giftgasanschlag in Idlib verschafft Russland einen Trumpf (12.09.2018, aus de.sputniknews.com/zeitungen/20180912322297971-idlib-fake...) Die nordsyrische Provinz Idlib ist der einzige Hebel, der der US-Regierung noch bleibt, um die Regelung der syrischen Nachkriegsordnung zu vereiteln. Deshalb sind die USA zu allem entschlossen, sagt der Amerikanist Konstantin Blochin. Russland kann die Verzweiflung der US-Führung aber in einen politischen Trumpf ummünzen. Die Verantwortlichen in Washington spüren, dass Syrien ihnen aus den Händen gleitet. Deshalb seien sie entschlossen, „sehr grob“ vorzugehen, sagt Konstantin Blochin vom Zentrum für Sicherheitsforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften. Darum könne es keine Zweifel geben, „dass die Dreharbeiten beim inszenierten Giftgasangriff in Idlib von den USA geplant worden sind“, sagt der Experte. „Nach den Aufnahmen wird Washington einfach nur die mediale Resonanz aufbauschen müssen – das heißt, die Leitmedien aufschreien lassen, der syrische Führer vergifte seine eigene Bevölkerung. Und dann folgt der Raketenschlag gegen syrische und iranische Kräfte. Washington ist nicht sehr einfallsreich, wir beobachten die Umsetzung dieses Szenarios zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre.“ (Worst Case: Droht Weltkrieg, wenn Trump Russlands Militär in Syrien bombardiert?: de.sputniknews.com/zeitungen/20180911322287644-weltkrieg-...) John Bolton, der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, ist sich jedenfalls sichtlich sicher, dass es einen Raketenangriff gegen Syrien geben wird: Die Vereinigten Staaten werden einen Schlag gegen Syrien vornehmen, sagte er kürzlich. Dazu passt, dass in den USA vor wenigen Tagen wie durch einen Zufall Geheimdienstinformationen an die Öffentlichkeit gelangt sind, wonach der syrische Präsident Baschar al-Assad angeblich den Einsatz von Chlorgas bei der Rückeroberung von Idlib befohlen habe. Das russische Verteidigungsministerium erklärt indes, in der Stadt Dschisr asch-Schughur würden gegenwärtig „Dreharbeiten zu einer inszenierten Provokation bezüglich eines angeblichen Einsatzes von Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung durch die syrische Armee“ laufen. Diese Informationen seien von den Einwohnern der Provinz Idlib erhalten worden. Für die Aufnahmen seien am frühen Morgen mehrere Kamerateams von TV-Sendern aus dem Nahen Osten und einem führenden US-amerikanischen Nachrichtensender in Dschisr asch-Schughur eingetroffen. Das Szenario sehe einstudierte Szenen vor, wie die Weißhelme den vermeintlichen Einheimischen Hilfe leisten, nachdem die syrischen Truppen angeblich „Fassbomben mit Giftstoffen“ eingesetzt hätten, erklärte die russische Behörde. Doch außer den strategischen Gründen – dem Kontrollverlust in Syrien – hat die Inszenierung des Giftgasangriffs durch die USA auch innenpolitische Motive, erklärt der Amerikanist Blochin: „Die Trump-Regierung muss die öffentliche Aufmerksamkeit von den Skandalen in den USA auf außenpolitische Themen ablenken.“ Der Skandale gibt es in der Tat reichlich: Über Trumps Amtsenthebung wird wegen der „Sache Manafort“ öffentlich spekuliert, während der Journalist und Buchautor Bob Woodward das impulsive Verhalten des US-Präsidenten hinter den Kulissen des Weißen Hauses und im Umgang mit dessen Nato-Verbündeten enthüllt. Und außerdem stehen in den USA die Zwischenwahlen an. „Trump will nicht als Papiertiger in die Wahlen gehen, sondern als starker und kompromissloser Politiker dastehen. Dafür werden die Provokationen inszeniert, die den Raketenschlag gegen Syrien vorbereiten sollen“, so der Experte. Wie das russische Verteidigungsministerium erklärt, werden die gefakten Bilder des angeblichen Giftgasangriffs in Dschisr asch-Schughur am Ende des Tages an die Redaktionen von Fernsehsendern übermittelt, wo sie nach der Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken ausgestrahlt werden sollen. Überdies sei eine Kämpfergruppe in die Region verlegt worden, die von den Fachleuten einer britischen Söldnerfirma im Umgang mit Giftstoffen ausgebildet worden sei. Das russische Verteidigungsministerium weist bei weitem nicht zum ersten Mal auf die Vorbereitung einer inszenierten Giftgasattacke in Idlib hin. Schon im August dieses Jahres sagte der offizielle Sprecher der Behörde, Generalmajor Igor Konaschenkow, die Kämpfer der Terrormiliz Hai‘at Tahrir asch-Scham hätten acht Fässer mit Chlor nach Dschisr asch-Schughur gebracht und sie dann in ein nahegelegenes Dorf transportiert. „Russland hat von Anfang an vor der inszenierten Giftgasattacke gewarnt“, erklärt der Experte Blochin. „Die USA geben sich keine große Mühe, ihre Vorwürfe mit Beweisen zu belegen. Die westliche Propagandamaschinerie kann den Amerikanern und Europäern schließlich jeden Fake schmackhaft machen. Die Story mit den Skripals zeigt das eindrücklich. Doch allein die Tatsache, dass Russland jetzt Trümpfe für die weitere Auseinandersetzung mit den USA bei der Uno in die Hand bekommen hat, ist sehr viel wert“, sagt der Analyst. Eine leichte Entwarnung gibt der Experte aber auch: „Beim Angriff gegen Syrien werden die Amerikaner alles tun, um eine direkte Kollision mit den russischen Truppen zu vermeiden. Das Pentagon plant seine Militärschläge so, das russische Einrichtungen und Interessen im Nahen Osten nicht mal zufällig getroffen werden. Das haben die bisherigen Angriffe gezeigt.“ Sollten die US-Amerikaner jetzt einen bewaffneten Konflikt mit Russland entfachen, wäre die Lage ernster als einst bei der Kuba-Krise, ist Blochin überzeugt. „Ein einziger von den Amerikanern getöteter russischer Soldat könnte die USA teuer zu stehen kommen. Washington sieht das ein und ist sicherlich nicht bereit, wegen Syrien den Dritten Weltkrieg auszulösen.“ ---------------------------------------------- Aus dem Krieg gegen Syrien aussteigen Obwohl das Weiße Haus und Russland sich einig wurden, den mittels Dschihadisten geführten Stellvertreter-Krieg in Syrien zu beenden, lässt der Frieden auf sich warten. Warum ist das so? (von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich und Werner Leuthäusser, aus www.voltairenet.org/article202878.html) Warum einen Krieg gegen Syrien? Im Gegensatz zu einer durch sieben Jahre Propaganda weit verbreiteten Vorstellung, ist der Krieg gegen Syrien nicht eine "Revolution, die schlecht verlaufen ist“. Der Krieg wurde im September 2001 vom Pentagon beschlossen, und ist dann, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten, sorgfältig vorbereit worden. Ein während einem Jahrzehnt vorbereiteter Krieg Wir rufen hier die wichtigsten Schritte dieses Plans in Erinnerung: - Im September 2001 übernimmt der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld die Strategie von Admiral Arthur Cebrowski. Die staatlichen Strukturen der Hälfte der Welt müssen zerstört werden. Die Vereinigten Staaten werden den Zugriff von Staaten mit einer globalisierten Ökonomie auf die natürlichen Ressourcen der Regionen kontrollieren, die nicht mit der globalen Wirtschaft verbunden sind.. Das Pentagon wird sein Werk mit der "Umgestaltung" des "Erweiterten Nahen Ostens" beginnen. [1]. - Am 12. Dezember 2003 unterzeichnet George Bush Jr. das Gesetz der Wiederherstellung der libanesischen Souveränität, indem es Syrien zur Verantwortung zieht (Syria Accountability and Lebanese Sovereignty Restoration Act). Von da an hat der Präsident der Vereinigten Staaten das Recht, Syrien den Krieg zu erklären, ohne den Kongress befragen zu müssen [2]. - Im Jahr 2004, während des Gipfels der Arabischen Liga in Tunis, versucht Präsident Ben Ali einen Antrag durchzubringen, der der Liga die Anwendung von Gewalt gegen Mitgliedstaaten erlaubt, welche die ganz neue Charta der Menschenrechte der Liga nicht umsetzen. - Im Jahr 2005 organisiert die CIA die Farben-Revolution Zedernholz im Libanon. Durch die Ermordung des sunnitischen Führers Rafic Hariri und die Beschuldigung des christlichen libanesischen Präsidenten und des alawitischen Präsidenten von Syrien beabsichtigte man, einen sunnitischen Aufstand gegen die syrische Friedenstruppe zu provozieren [3]. Während die Marines bereit stehen, in Beirut zu landen, zieht sich Syrien zurück und der ganze konstruierte Plan fällt in sich zusammen [4]. - Im Jahr 2006 vertraut Dick Cheney seiner Tochter Liz die Aufgabe an, die „Gruppe für Politik und die Operationen in Iran und Syrien“ (Iran Syria Policy and Operations Group) zu erstellen. Sie organisiert den israelischen Angriff gegen die Hisbollah, weil sie denkt, dass sie nicht lange widerstehen wird. Die US-Marines werden in Beirut landen und ihren "befreienden Marsch“ auf Damaskus anschließen. Die Operation funktioniert nicht, und Israel muss sich nach 33 Kampftagen zurückziehen [5]. - Im Jahr 2008 versucht Washington erneut einen Konflikt, vom Libanon aus, zu schaffen. Premierminister Fouad Siniora beschließt, die inneren Verbindungswege des Widerstands abzuschneiden und den Flugverkehr mit Teheran zu stoppen. In wenigen Stunden zerstört die Hisbollah das westliche militärische Aufgebot und setzt ihre Infrastruktur wieder in Stand. - Im Jahr 2010 wendet Washington das Konzept der „Führung von hinten"(leading from behind) an. Die Obama-Regierung vertraut den Angriff auf Libyen und Syrien dem Vereinigten Königreich und Frankreich (Lancaster-House-Abkommen) an. - 2011 Beginn der militärischen Operationen in Syrien. Es ist daher absurd, den Krieg gegen Syrien für ein spontanes Ereignis Sui Generis zu halten [6]. Ein indirekter Krieg Die Originalität des Krieges gegen Syrien ist sicherlich, von Staaten (den "Freunden von Syrien") erklärt worden zu sein, aber in der Praxis fast ausschließlich von nicht-staatlichen Armeen, den Dschihadisten, geführt worden zu sein. Während der sieben Jahre Krieg kamen mehr als 250.000 Kombattanten aus dem Ausland, um die Arabische Republik Syrien zu bekämpfen. Sie waren sicherlich Kanonenfutter, oft nicht ausreichend geschulte Leute, aber während der ersten vier Jahre waren diese Krieger besser bewaffnet als die syrische arabische Armee. Der größte Waffenhandel der Geschichte wurde organisiert, um sie mit Kriegsgerät zu versorgen [7]. Die Westmächte hatten seit der Europäischen Renaissance nie auf eine Menge an Söldnern in dieser Größenordnung zurückgegriffen [8]. Es ist daher absurd, von einer "Revolution, die schlecht abgelaufen ist“ zu reden. Ein Krieg unter der Aufsicht von Verbündeten, die ihre eigenen Ziele haben Indem das Pentagon Israel benutzte, um den Libanon anzugreifen, dann dem Vereinigten Königreich und Frankreich die Kriege gegen Libyen und Syrien anvertraute, und schließlich durch die Verwendung der Einrichtungen der NATO in der Türkei, hat das Pentagon seinen Plan von seinen Verbündeten durcheinanderbringen lassen. Wie in allen Kriegen muss das führende Land seinen Verbündeten versprechen, dass sie Profit aus ihrem Einsatz schlagen werden, wenn sie mitmachen. Mit dem Eintritt Russlands in den Krieg wurde der westliche Sieg jedoch unmöglich. Alle Verbündeten der Vereinigten Staaten haben sich daher allmählich auf ihre eigene Strategie in dieser Region konzentriert. Im Laufe der Zeit sind die Kriegsziele der Alliierten wichtiger geworden als die der Vereinigten Staaten, die sich wiederum weigerten, so viel zu investieren, wie es militärisch nötig gewesen wäre. Israel In Fortsetzung der kolonialen Ideologie einiger seiner Gründerväter, praktiziert Israel eine Politik der Spaltung seiner großen Nachbarn in kleine ethnisch- oder religiös-homogene Länder. So hat es den Libanon vergeblich in einen muslimischen und einen christlichen Staat zu teilen versucht, oder auch die Schaffung eines Kurdistans im Irak und dann in Syrien. Wir haben zwar die israelischen strategischen Dokumente nicht, aber im Nachhinein, entspricht die von Tel - Aviv verfolgte Linie dem "Yinon Plan" von 1982 [9] oder der des Institute for Advanced Strategic and Political Studies von 1996 [10]. Die israelische Strategie folgt in ihrer Gliederung im Großen und Ganzen der "Umgestaltung des Erweiterten Nahen Ostens" von Rumsfeld und Cebrowski. Sie hat aber absolut nicht das gleiche Ziel: das Pentagon will den Zugriff der entwickelten Länder zu den Ressourcen der Region kontrollieren, während Israel sicherstellen will, dass keiner seiner Nachbarn stark genug ist, um ihm die Stirn zu bieten. Das Vereinigte Königreich und Frankreich Das Vereinigte Königreich und Frankreich nehmen ihre Kolonialpolitik wieder auf, so wie sie zum Zeitpunkt des Sturzes des Osmanischen Reiches und der Teilung des Mittleren Ostens (Sykes-Picot-Abkommen) war. Die Briten greifen auf den "großen arabischen Aufstand von 1915" zurück, den Lawrence von Arabien gegen die Osmanen umgesetzt hatte. Damals hatten sie allen Arabern Freiheit versprochen, wenn sie das Osmanische Joch abschüttelten und die Wahhabiten an die Macht brachten, diesmal versprechen sie ihnen die Freiheit, wenn sie alle ihre nationalen Regierungen stürzen und sie durch die Muslimbrüder ersetzen. Aber weder im Jahre 1915, als das britische Empire das Osmanische Reich ablöste, noch im Jahr 2011, erhalten die Araber ihre Freiheit. Das ist ja der Plan des "arabischen Frühlings 2011. [11]. Die Franzosen versuchen das Mandat, das ihnen durch den Völkerbund für Syrien erteilt wurde, wiederherzustellen. Das ist das, was der Großneffe von Picot (des Sykes-Picot-Abkommens), der ehemalige Präsident Giscard d’Estaing erklärt [12]. Und das ist auch, was Präsident Hollande bei seinem Besuch bei den Vereinten Nationen im September 2015 verlangt. Wie im Jahre 1921, stützt sich Frankreich auf die ethnische Trennung der Kurden und der Araber. Es verteidigt also die Schaffung eines Kurdistans, nicht auf seinem historischen Territorium in der Türkei, sondern überall auf dem arabischen Territorium in Syrien. Die Türkei Die Türkei ihrerseits träumt davon, das Versprechen des Gründers, Mustafa Kemal Atatürk, den "nationalen Eid" zu realisieren (Misak-ı Milli) [13], der durch das osmanische Parlament am 12. Februar 1920 angenommen wurde. Sie will sowohl den Norden von Syrien, Aleppo, annektieren und die Christen beseitigen, einschließlich der Katholiken von Maalula und der Armenier von Kassab. Sie kommt aber mit den anderen Alliierten in Konflikt: mit den Israelis, weil sie den Norden Syriens annektieren will und ihn nicht autonom machen will; mit den Briten, weil sie das Osmanische Kalifat wiederherstellen will und mit den Franzosen, weil sie gegen die Schaffung eines unabhängigen Kurdistan in Syrien ist. Vor allem kommt sie mit den Vereinigten Staaten selbst in Konflikt, weil sie kein Geheimnis daraus machen, sie auch zerstören zu wollen, nachdem sie Syrien zerschlagen haben [14]. Wie kommt man aus diesem Krieg heraus? Am Ende der sieben Jahre Krieg existiert der syrische Staat noch immer. Die Arabische Republik Syrien und ihre Verbündeten, Russland, Iran und die Hisbollah sind siegreich. Fremde Heere (die Dschihadisten) haben eine vernichtende Niederlage erlitten, aber nicht ihre Sponsoren: die Vereinigten Staaten, Israel, Großbritannien und Frankreich, und die Türkei. Der Krieg hat nicht nur die Ambitionen des Anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts geweckt, sondern keiner der Protagonisten, der die Niederlage nicht am eigenen Leibe erfahren hat, ist bereit den Kampf aufzugeben. Es erscheint daher unsinnig, einen bereits durch die Dschihadisten verlorenen Krieg von Grund auf neu beginnen zu wollen. Die Anwesenheit der russischen Armee macht jetzt jede direkte Konfrontation unmöglich. Weit entfernt davon, vernichtet zu sein, ist die syrische Bevölkerung jetzt kampferprobt und bereit, noch mehr auszuhalten und ist auch viel besser bewaffnet. Vor allem hat sie viel nachgedacht und ist weniger manipulierbar als im Jahr 2011. Doch wie vorher wurde die westliche politische Rhetorik wieder aktiviert mit ihrer Litanei: "Baschar muss weg." Die Logik würde daher wollen, dass der Konflikt sich auf einem anderen Terrain fortsetzt. In der Vergangenheit hatte Admiral Cebrowski geplant, den Krieg in einem zweiten Anlauf nach Zentralasien und Süd-Ost-Asien zu verlegen, seine Nachfolger müssen aber zuerst mit dem Erweiterten Nahen Osten fertig werden. Sie verschaffen sich derzeit die Möglichkeit, den irakischen Brand wieder anzufachen, wie man es mit der dramatischen Wende der Rohani-Verwaltung und den Aufständen in Basra sieht. Es gelingt dem Weißen Haus nicht, sich von dem Krieg in Syrien zurückzuziehen. Präsident Trump stößt sowohl auf den selbsternannten "stabilen Staat" (laut dem anonymen Leitartikel in der New York Times), der die Rumsfeld-Cebrowski Strategie verfolgt, als auch auf die reaktivierten Ambitionen seiner israelischen, französischen, britischen und türkischen Verbündeten. Die Logik dieser Interessen könnte zur Verlegung des Krieges auf einen anderen Schauplatz führen statt ihn zu regeln. [1] „Das militärische Projekt der Vereinigten Staaten für die Welt“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 22. August 2017. [2] “Syria Accountability and Lebanese Sovereignty Restoration Act”, Voltaire Network, 12 December 2003. [3] Der libanesische Bürgerkrieg (1978-90) endete mit der Übereinkunft von Taëf. Auf das Gesuch der Arabischen Liga und mit Zustimmung des Sicherheitsrates der UNO, kam die syrische arabische Armee der libanesischen Armee zur Hilfe, die Milizen zu entwaffnen, anschließend stabilisierte sie das Land und sorgte in ihrer Eigenschaft als Streitmacht dafür, den Frieden aufrecht zu erhalten. Später klagte Israel Syrien an, den Libanon besetzt zu haben, was überhaupt keinen Sinn ergibt. [4] „Enthüllungen über den Mord von Rafiq Hariri“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Оdnako (Russland) , Voltaire Netzwerk, 23. Januar 2014. [5] L’Effroyable Imposture, Tome 2, Thierry Meyssan, éditions Alphée, 2007. Das Buch, das nach wie vor mit Abstand das beste über den Krieg Israels gegen den Libanon im Jahr 2006 ist, wird in Kürze neu aufgelegt in Französisch mit ein paar Updates. Es ist auch in Spanisch erhältlich. Ich empfehle aber nicht die arabische Version, da sie sehr schlecht übersetzt ist. [6] Sui generis, auf Latein: „eigener Art", nicht mit irgendetwas zu vergleichen. [7] „Waffenim Wert von Milliarden Dollar gegen Syrien“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 19. Juli 2017. [8] Es ist in diesem Sinne, gemäß einem vor Ort anwesenden Zeugen, wie man die Erklärung des französischen Außenministers, Laurent Fabius, an der Konferenz der "Freunde Syriens" in Marrakesch verstehen muss: "Al-Nusra macht einen guten Job " (d. h. unsere) Al-Qaida- Söldner leisten uns, Frankreich und dem Golf-Kooperation Rat, den Dienst, für den wir sie bezahlen). [9] “A Strategy for Israel in the Nineteen Eighties (The "Yinon Plan")”, by Oded Yinon, Translation Israel Shahak, Kivunim (Israel) , Voltaire Network, 1 February 1982. [10] «A Clean Break, a New Strategy for Securing the Realm», Institute of Advanced Strategic and Political Studies, Jérusalem-Washington. [11] Siehe die von Derek Pasquill offenbarten e-Mails des Auswärtigen Amtes im Jahr 2005. [12] « Il faut envoyer l’ONU pour pacifier la Syrie », Propos de Valéry Giscard d’Estaing recueillis par Henri Vernet et Jannick Alimi, Le Parisien, 27 septembre 2015. [13] “Misak-ı Milli Kararları”, Voltaire İletişim Ağı , 28 Ocak 1920. [14] “Stability, America’s Ennemy”, Ralph Peters, Parameters, Winter 2001-02, pp. 5-20. « Blood borders : How a better Middle East would look », Ralph Peters, Armed Forces Journal, June 2006. IMG_8638sc1



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